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Nachhaltigkeit

Wälder sind dynamische Öko-Systeme, in denen sich die Artenzusammensetzung im Zeitablauf ändert. Regelmäßige Bundeswaldinventuren der US-Regierung zeigen die schnelle Bestandszunahme fast aller handelsüblichen Laubbaumarten, wobei sich das Wachstum gut über die gesamten Vereinigten Staaten verteilt. Laut neuester statistischer Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (United States Department of Agriculture, USDA):

  • stieg das Volumen des amerikanischen Laubholzvorrates zwischen 1953 und 2012 von 5,2 Milliarden m3 auf 12 Milliarden m3 um über 130 Prozent;
     
  • nahmen die Laubholzbestände auf dem Stamm in den USA zwischen 2007 und 2012 um 124 Millionen m3 pro Jahr zu (selbst unter Berücksichtigung der Holzernte und natürlicher Abgänge) – das sind ca. vier Kubikmeter Zuwachs pro Sekunde
     
  • altern die US-Laubwälder und mehr Bäume werden ab einer bestimmten Größe zum Einschlag freigegeben – die Zahl der Laubbäume mit einer Stärke von mindestens 48 cm hat sich zwischen 1953 und 2012 von 0,73 Milliarden m3 auf 2,7 Milliarden Kubikmeter fast vervierfacht.
     
  • stieg die gesamte mit Laub- und Mischwäldern bedeckte Fläche in den USA zwischen 1953 und 2012 von 99 Millionen Hektar auf 111 Millionen Hektar.
     
  •  wuchs die Fläche in diesem Zeitraum von 60 Jahren kontinuierlich und stieg zwischen 2007 und 2012 um 401.000 Hektar pro Jahr – dies entspricht der Größe eines Fußballfeldes – pro Minute.

BESITZVERHÄLTNISSE

Die zügige Ausbreitung der amerikanischen Laubwälder ist zu einem guten Teil der Tatsache geschuldet, dass sich ein Großteil der Wälder in Privatbesitz befindet und einer Vielzahl von Familien und Privatpersonen gehören, deren wichtigste Beweggründe nicht die Holzproduktion oder wirtschaftlicher Natur sind.

90 Prozent der gesamten Laubholzernte kamen 2012 aus Wäldern in Privatbesitz, nur zehn Prozent aus staatlichen Forsten. In den Bundesstaaten im Osten der USA, aus denen 98 Prozent des 2012 geernteten US-Laubholzes stammt, gibt es 9,75 Millionen Waldbesitzer mit einem durchschnittlichen Besitz von 15 Hektar. Nur fünf Prozent der Wälder in Privatbesitz gehören Unternehmen. Sie besitzen durchschnittlich 133 Hektar.

Laut einer landesweiten Umfrage unter Waldbesitzern (National Woodland Owner Survey), die alle fünf Jahre von der US Forstbehörde (US Forest Service) durchgeführt wird, geben die meisten Waldbesitzer als Hauptgrund für Waldbesitz in Familienhand die Schönheit und Abgeschiedenheit der Wälder an, gefolgt vom Schutz der Natur und wild lebender Pflanzen und Tiere. 

MANAGEMENT

Die Laubwaldbesitzer in den USA bewirtschaften ihre Wälder mehrheitlich mit längeren Umtriebszeiten und ernten meist selektiv einige Bäume pro Hektar, statt Kahlschläge vorzunehmen. Nach der Ernte setzen die Waldbesitzer für gewöhnlich auf Naturverjüngung, die auf den tiefen fruchtbaren Böden der US-Wälder reichlich stattfindet. 2012 machten naturnahe Wälder 97 Prozent der Gesamtfläche von Laubwäldern und Mischwäldern in den USA aus, nur drei Prozent waren Plantagen. Selbst auf Plantagen kommen nur heimische Arten und keine “Exoten” oder gentechnisch veränderte Arten zum Einsatz.

Der American Hardwood Forest Explorer (wörtlich: der amerikanische Laubwalderforscher) bietet detailliertere Informationen über die amerikanischen Laubwaldbestände, ihr Wachstum sowie Holzernten auf bundesstaatlicher und Bezirksebene in den gesamten Vereinigten Staaten.