Der Innenausbau der Virgin Atlantic Lounge auf dem Flughafen London-Heathrow ist ein Meisterwerk britischer Möbeltischler, die von dem Londoner Architektenbüro Softroom für das 2.500 m² Virgin Atlantc „Clubhouse“entworfen wurde. Als Teil des Auftrages für die Lounge wünschte sich das betriebseigene Architektenteam von Virgin's, dass die Lounge nicht wie ein „Meer von Sitzen“ aussehen sollte. Daher wurden großzügige Sitzgelegenheiten für 30 bis 40 Personen mit speziell entwickelten Sitzgruppen um den Bereich der poppigen Bar im Zentrum der Klubeinrichtungen geschaffen. Geschwungen geformte, hufeisenförmige Einfassungen aus gestapelten und verklebten Lamellen aus American Black Walnut sind Teil einer Sitzlandschaft. Eingelassen in diese polierte Umrandung sind gepolsterte, großzügig proportionierte Ledersitze. Die Armlehnen zwischen den Sitzen enthalten Netzstrom- und Internetanschlüsse für Laptops. Zusätzlich gibt es Serviertische für improvisierte Mahlzeiten. Auf der Rückseite der Einfassung gibt es Halterungen aus rostfreiem Stahl für eingebaute Teile, einschließlich eines Pflanzkübels, einer Zeitschriftenablage und einer farbigen Glasblende.
Ergonomie war ein wesentlicher Gesichtspunkt bei der Gestaltung der Sitzgruppe. Die endgültige Form war das Ergebnis eines längeren Entwicklungsprozesses mit Papier- und CAD-Studien, Attrappen im Originalmaßstab und Prototypen. Modelle der Sitze wurden von zukünftigen Benutzern getestet, um die endgültige Sitzhöhe, die Breite und Polsterung festzulegen. Ein wichtiger Faktor war die Eignung der Sitze nicht nur für die Entspannung, sondern auch zum Essen und Arbeiten.
Überall in dem „Clubhouse“ verbergen sich hinter Holzarbeiten Teile der Klimaanlage. So auch hinter der einzigartig geschwungenen Raumdecke, die an die Weite des Himmels mit sanft dahinziehenden Wolken erinnert. Die wellenförmige Geometrie der Decke wird von dem Grundriss des Fußbodens aufgenommen und schlängelt sich durch den Raum und macht die bemerkenswert lange Lounge zu einer Einheit. Der auffallende Entwurf der Decke wurde erst durch Versetzung der Klimaanlage auf eine niedrigere Ebene möglich. Damit vermied man tief liegende Gitter und Blenden, wie sie sonst auf Flughafeneinrichtungen üblich sind und erreichte für das „Cubhouse“ ein beispielloses Ambiente.
Text: Michael Buckley, World Hardwoods