Seneca Creek Studie

Die von AHEC in Auftrag gegebene Risikoanalyse

Die neue unabhängige und von Fachleuten überprüfte Untersuchung gibt Informationen zu dem legalen und nachhaltigen Zustand der amerikanischen Laubwald-Bewirtschaftung. Diese Studie ist die Antwort auf die gestiegene Nachfrage nach unabhängigen und nachprüfbaren Beweisen, dass amerikanische Laubhölzer aus legalen und nachhaltigen Quellen stammen. Im Jahr 2008 veröffentlichte der American Hardwood Export Council (AHEC) die Studie mit dem Titel: „Assessment of Lawful Harvesting and Sustainability of U.S. Hardwood Exports“ ("Bewertung der Legalität und Nachhaltigkeit der Laubholzexporte aus den USA"). Die Studie wurde von der unabhängigen Beratungsfirma Seneca Creek Associates mit einem Team aus sehr angesehenen und unabhängigen Analysten und Experten auf dem Gebiet der amerikanischen Forstpolitik und der Zertifizierung von Waldbeständen in den Vereinigten Staaten erarbeitet.

Die Seneca Creek Studie bewertet das Risiko von amerikanischen Laubholzprodukten, die mit Hölzern hergestellt sind, die aus illegalen Quellen stammen und den amerikanischen Laubholzexporten beigemischt sind. Ebenfalls untersucht wurde, ob amerikanische Laubhölzer in einer der fünf Kategorien enthalten sind, die gemäß den FSC Standards für kontrolliertes Holz gemieden werden sollten, und die für den nicht- zertifizierten Teil der FSC "mixed sources" (gemischte Herkünfte) gelten. Diese Kategorien sind: a) illegal eingeschlagenes Rundholz; b) Holz, welches in Wäldern geschlagen wurde, in denn Bürger- oder Gewohnheitsrechte missachtet wurden; c) Holz, das aus Wäldern stammt, die als besonders schützenswert gelten und durch Maßnahmen der Bewirtschaftung gefährdet sind; d)  Holz, das aus Wäldern stammt, die in Plantagen oder andere Nutzungen umgewandelt werden und e) Holz, das aus Wäldern stammt in denen genetisch veränderte Bäume gepflanzt werden.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die große Anzahl an Belege stark darauf hinweisen, dass ein nur sehr geringes Risiko besteht, dass in amerikanischen Laubholzlieferungen Holz aus illegalen Quellen enthalten ist. Es wird darauf verwiesen, dass Holzdiebstahl zwar vorkommt und für den privaten Waldbesitzer eine gewisse Rolle spielt, aber solche Diebstähle kommen nicht überall vor oder sind kein allgemeines Problem. Es wird geschätzt, das auf gestohlenes Holz sehr wahrscheinlich weniger als ein Prozent der gesamten Laubholzproduktion der USA entfallen. Die Studie fasst zusammen, dass wirklich darauf vertraut werden kann, dass die Bundesweiten- sowie die Staats-Gesetze auf dem Lauholzsektor strikt eingehalten werden.

Die Verfasser vertrauen in hohem Maße darauf, dass bei Laubholz, das in den USA erzeugt wird, das Risiko gering ist, dass das Holz aus umstrittenen Quellen, gemäß allen Kategorien nach den Standards des FSC für „kontrolliertes Holz“ stammt.

Für die Studie haben die Verfasser umfangreiche Informationen zu Programmen,  gesetzlichen und nicht-gesetzliche Bestimmungen der Bundesregierung und der Bundesstaaten zusammengetragen, die das System und die Leistungsfähigkeit der Programme beschreiben und sich auf den Holzdiebstahl und die Bewirtschaftung der Wälder beziehen. Sie geben zu erkennen, dass – während die Produktivität und Wirksamkeit verbessert werden kann – die staatlichen Programme Wirkung zeigen und sie die nachhaltige Waldbewirtschaftung fördern und bewahren. Insgesamt betrachtet, tragen die Forstprogramme der Bundesstaaten und U.S. Regierung dazu bei, dass eine Versorgung mit nachhaltigem und legalem Laubholz gewährleistet ist.

Die Verfasser kommen zu dem Schluss, dass mit dem vorhandenen Sicherheitsnetz, von wirksamen Bundesgesetzen und regionalen Bestimmungen und Programmen, die sich auf ungesetzliche Handlungsweisen und mangelhafte Forstpraktiken beziehen, die Notwendigkeit einen Herkunftsnachweis zu erbringen, ein unabhängiger Produktkettennachweis (Chain of Custody) und/oder eine kontrollierte Holzzertifizierung, um legale und nachhaltige Lieferungen zu beweisen, nicht ausschlaggebend bei der Beschaffung von Laubholzprodukten aus den USA sein sollte.

Verfasser der Studie

Der Wert einer solchen Studie hängt offensichtlich in hohem Maße von der Unabhängigkeit, Qualität und Zuverlässigkeit des verfassenden Teams ab. AHEC glaubt, dass die Referenzen für das Team vorbildlich sind:

  • Allberto Goetzl ist Gründer und Präsident der Seneca Creek Associates, LLC, einer Beratungsfirma, die sich auf Ressourcen-Ökonomie und Politik spezialisiert hat. Er hat als Autor viel beachtete Studien zu Themen der amerikanischen und globalen Forstwirtschaft und dem Handel mit seinen Forstprodukten veröffentlicht.
  • Dr. Paul Ellefson ist einer der anerkanntesten Autoritäten auf dem Gebiet der gesetzlichen Regulierung und der freiwilligen Programme für die nationale und lokale Waldbewirtschaftung der USA. Er lehrt und forscht an der Universität von Minnesota.
  • Phil Guillery, zur Zeit beschäftigt bei Tropical Forest Trust, hat mit dem Forest Stewardship Council und privaten Auftraggebern auf dem Gebiet der Zertifizierung und der kontrollierten Holzstandards zusammengearbeitet.
  • Dr. Gary Dodge ist Ökologe bei Trailhead Associates für die er den Forest Stewardship Council für die FSC Controlled Wood Standards beraten hat.
  • Scott Berg ist Präsident der R.S. Berg & Associates, Inc., einer Beratungsfirma für Waldbesitzer und Rundholzeinkäufer, die sich auf Zertifizierungen nach FSC, SFI, PEFC, ISO 14001 und für die Tree Farm Landbewirtschaftung und Produktkettennachweise (Chain of Custody, CoC) vorbereiten.

Fachliche Überprüfung

Um den Wert der Studie weiter aufzuwerten war sie für 30 Tage, von April bis Mai 2008,  Gegenstand einer Überprüfung durch externe Fachleute. Ein Entwurf des Berichtes wurde an 27 Organisationen geschickt, einschließlich der führenden Umweltgruppen (darunter WWF, Greenpeace und The Nature Conservancy), der Forschungsorganisationen (darunter Forest Trends, Chatham House, Verifor, Centre for International Forestry Research, Proforest, European Forestry Institut), Beschaffungsbehörden der Regierungen (in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden), der Internationalen Behörden (einschließlich der Weltbank, UNECE (Holz-Ausschuss der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa) und WBCSD (Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung), und der Europäischen Kommission und Zertifizierungs-Organisationen (FSC, PEFC und SFI).

Vom WWF, der Weltbank, der niederländischen Regierung und dem European Forestry Institute wurden Stellungsnahmen abgegeben und in der endgültigen Fassung berücksichtigt.

Seneca Creek Study – Kurzfassung
Seneca Creek Study – Ausführliche Fassung
Seneca Creek Study – Zusammenfassung und Ergebnisse