Mit Hilfe der von AHEC in Auftrag gegebenen Seneca Creek Studie, veröffentlicht im Oktober 2008, kann AHEC unabhängige und von Sachverständigen überprüfte Informationen für Firmen zur Verfügung zu stellen, die darauf hinweisen möchten, dass ihr amerikanisches Laubholz „FSC kontrolliert“ ist.
Das FSC „Controlled Wood“ Konzept wurde als ein Element des FSC Chain of Custody (CoC) Systems entwickelt, um damit zu belegen, dass Produkte die ein FSC-Label aufweisen, eine Mischung von FSC zertifiziertem und nicht zertifiziertem Holz darstellt, die darauf hin kontrolliert wurde, ob Holz aus umstrittenen Quellen ausgeschlossen wurde.
Der FSC „Standard for Company Evaluation of FSC Controlled Wodd“ (FSC-STD-40-005) wird in Verbindung mit dem FSC Chain of Custody Standard (FSC-STD-40-004) gehandhabt und wurde für Firmen entwickelt, die sicherstellen möchten das sie nicht mit Holz aus den folgenden Kategorien hande
FSC Chain of Custody zertifizierte Firmen, die ein FSC Controlled Wood Nachweis- Programm einführen, werden aufgefordert, die Herkunftsregion eines Produktes zu ermitteln. Danach wird untersucht, ob dieses Gebiet als eine risikoarme Herkunft für unzulässige Quellen gilt. Der FSC Controlled Wood Status für Produkte, die aus Regionen stammen, die nicht als risikoarm gelten, unterliegen mit Bezug auf jede der fünf Kategorien weiteren Nachweisprüfungen auf forstbetrieblicher Ebene. Jedoch kann Holz, das aus Regionen stammt, die bei allen fünf Holzkategorien als risikoarm eingestuft wurden, ohne Vorlage eines weiteren Nachweises, von der Lieferfirma als FSC Controlled Wood gehandelt werden.
Der FSC hat eine detaillierte Methodik und ein Paket von Indikatoren eingeführt, um eine systematische Risikobewertung zu ermöglichen. Die von AHEC in Auftrag gegebene Seneca Creek Studie enthält eine Risikobewertung für alle amerikanischen Laubhölzer, die völlig mit der FSC Methodik übereinstimmt.
Mit Bezug auf die FSC Controlled Wood Standards kommt die Seneca Creek Studie zu dem Schluss, dass „wir ein hohes Maß an Zuversicht haben, dass Laubholz von überall in den Laubholz Bundesstaaten der USA als risikoarm nach allen fünf Holz-Kategorien des Standards bezeichnet werden kann. Geringfügige und gelegentliche Umstände, die dieser Erkenntnis widersprechen, sind in einer oder mehreren Risikokategorien enthalten und wo sie vorkommen, sollten sie weiter von den Firmen, die aus dieser Region Holz beziehen, bewertet werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Umfang innerhalb der Schwellenwerte für risikoarme Herkünfte, nach unserer Interpretation der FSC Standards und ihren Vorgaben, liegt“.
Die logische Schlussfolgerung ist, dass es Firmen die nach FSC-STD-40-004 und FSC-STD-40-005 zertifiziert wurden, erlaubt sein sollte, Holz, welches nachweislich aus den Laubholz-Bundesstaaten der USA stammt, auch ohne weitere Bewertung oder Bestätigung, als FSC Controlled Wood zu liefern. Dies sollte die Beschaffung von FSC Produkten, die das FSC Label aufweisen und deren Herstellern das System des FSC Prozent- und Mengenkontos anwenden, außerordentlich erleichtern.
Mit Hilfe der Studie soll auch die Verwendung von Laubhölzern aus den Laubholz Bundesstaaten der USA für Holzkonstruktionen nach dem FSC Projekt Zertifikations Standard (FSC-STD-40-006) erleichtert werden. Dieser Standard wird zunehmend von großen Bauunternehmen bei Großbauten, die besonders in Westeuropa im Blickpunkt des öffentlichen Interesses stehen, angewendet. Zum Beispiel wird dieser Standard von Bovis Lend Lease beim Bau des olympischen Dorfes für die Olympischen Spiele 2012 in London angewandt. Das Mindestkriterium für Holz, das bei diesen Bauten verlangt wird ist, dass es FSC kontrolliert sein muss.