Die Vereinigten Staaten betreiben mit wirksamen und akzeptierten Rahmenbedingungen eine nachhaltige Forstwirtschaft. Das amerikanische Vorgehen bei der Umsetzung der forstlichen Maßnahmen ist angepasst an das Umfeld der staatlichen Wirtschaftswälder (National Forests), in denen eine gut entwickelte private Holzindustrie, eine private Waldwirtschaft mit sehr langer Tradition und eine fleißige Bürgergesellschaft ihren Lebensraum haben.
Die Bewirtschaftung der Waldflächen der amerikanischen Bundes- und Staatsforste erfolgt unmittelbar durch staatliche Forstbehörden, die gegenüber der Öffentlichkeit verantwortlich sind, dass die gesetzlichen Auflagen für die nachhaltige Waldbewirtschaftung eingehalten werden. Alle Waldbesitzer in den USA unterliegen den Gesetzen der amerikanischen Bundesregierung, die sicherstellt, dass der Lebensraum bedrohter Arten geschützt wird.
Bestimmungen, welche die Aspekte der Waldbewirtschaftung in Privathand betreffen, liegen in der Verantwortung der einzelnen Bundesstaaten. Die RPA Waldinventur für 2000 verweist darauf, dass diese Bestimmungen überall zunehmend umgesetzt werden. Bis heute haben 44 amerikanische Bundesstaaten die Gesetze zur optimalen Landbewirtschaftung (best management practice) übernommen, die eine optimale Bewirtschaftung der Landflächen sichern sollen, besonders wenn darauf Holz erzeugt wird oder Wasserqualität geschützt werden muss.
Die amerikanische Bundesregierung, die Bundesstaaten und lokale Behörden bieten den privaten Landbesitzern Anreize und technische Hilfe an, um eine bessere Bewirtschaftung der privaten Landflächen zu fördern. Einige Bundesstaaten haben ein spezielles Gesetz für die Forstpraxis entwickelt, um so eine ordnungsgemäße Forstwirtschaft zu unterstützen und vorgeschriebene Wirtschaftspläne, Wiederaufforstungen oder andere Aktionen, für welche die Landbesitzer verantwortlich sind, einzuführen.
Die Notwendigkeit, Forstangelegenheit öffentlich zu erörtern und darüber zu informieren, wird jetzt allgemein in den Bundesstaaten anerkannt. Tausende von Interessierten werden jedes Jahr in verschiedenen Bereichen ausgebildet, um das Ökosystem der Wälder zu verstehen und um es zu betreuen.
Eine umfassende Analyse der Forstbestimmungen für die Vereinigten Staaten wird in der Seneca Creek Studie von 2008, "An Assessment of Lawful Harvesting and Sustainability of U.S. Hardwood Exports", veröffentlicht. Der Bericht folgert: "Jeder Bundesstaat hat behördliche und nicht behördliche Bestimmungen sowie Programme, die sich mit verschiedenen Aspekten der Bewirtschaftung der Waldgebiete befassen. Obwohl die Mittel begrenzt sind und der Nutzeffekt und die Wirksamkeit verbessert werden könnte, zeigen die staatlichen Programme Wirkung und fördern und bewahren so die nachhaltige Waldbewirtschaftung. Insgesamt betrachtet, tragen die Forstprogramme der Bundesstaaten und U.S. Regierung dazu bei, dass eine Versorgung mit nachhaltigem und legalem Laubholz gewährleistet ist".
Eine Diskussion über die behördlichen Bestimmungen zu amerikanischen Forstpraktiken ist auch in einem Artikel von Rupert Oliver, „U.S. Forestry – A model for the world“ enthalten.