Dicke und Feuchtigkeitsgehalt
Jeder Furnierstamm kann im Prinzip in jede Dicke aufgearbeitet werden. In der Praxis arbeitet die amerikanische Industrie aber nur mit zwei Dicken, wie in der freiwilligen Vereinbarung zur Erzeugung von dekorativen Furnieren (Industry Standard DFV-1 1995) beschrieben. Die meisten Holzarten werden für den amerikanischen Inlandsmarkt in 0,65 mm und für den Export in 0,55 mm aufgearbeitet. Eine Ausnahme gilt für Cherry- und Walnut-Furniere, die in 0,5 mm aufgearbeitet werden. Alle Aufträge, die von den Standardbestimmungen abweichen, müssen zwischen Käufer und Verkäufer gesondert vereinbart werden. Spezialeinschnitte sind möglich, z.B. schält man für die Herstellung von Mehrschicht-Fertigparkett 1,2 mm dicke Furniere.
Messer- oder Schälfurniere kommen nach der Produktion in Durchlauftrockner. Dabei hängt die Geschwindigkeit der Trocknung von der Holzart und der Furnierdicke ab. Die Standard-Holzfeuchte für Export-Furniere liegt bei 12 bis 16 Prozent. Dies berücksichtigt die natürliche Trocknung während des Transportes. Die meisten Furnierverarbeiter belassen die Furniere für ein paar Tage in ihren Betrieben, bevor die Weiterverarbeitung erfolgt. Diese Verzögerung erlaubt dem Furnier eine natürliche Konditionierung in der neuen Umgebung, da die Ausgleichsfeuchten in den USA und den Exportmärkten, wie z.B. Europa, nicht immer gleich sind.
